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1643

1643

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- Evangelista Torricelli und Otto von Guericke weisen die Existenz des statischen Drucks (Aufdruck) nach. Torricelli verwendet eine Quecksilberwanne, Guericke arbeitet mit Vakuumhalbkugeln
- Abel Tasman entdeckt die Tongainseln
- Fidschi. Entdeckung durch den holländischen Seefahrer Abel Janszoon Tasman

Geboren


- 4. Januar (25. Dezember 1642 a. St.): Isaac Newton, britischer Wissenschaftler († 1727)
- 13. Februar: Jacobus Sackmann, evangelischerTheologe († 1718)
- 25. März: Louis Moréri, französischer Enzyklopädist († 1680)
- 3. April: Karl V. (Lothringen)
- 21. August: Alfons VI., König von Portugal aus dem Hause Braganza († 1682)
- 22. November: René-Robert Cavelier, Sieur de La Salle, französischer Entdecker († 1687)
- 26. November: Jean Chardin, französischer Forschungsreisender († 1713)
- Marx Augustin, Bänkelsänger, Sackpfeifer und Stegreifdichter († 1685)

Gestorben


- 1. März: Girolamo Frescobaldi, bedeutender Barockkomponist und Organist (
- 1583)
- 20. April: Christoph Demantius, deutscher Komponist (
- 1567)
- 14. Mai: Ludwig XIII. (Frankreich), König von Frankreich von 1610 bis 1643 (
- 1601)
- 3. November: Paul Guldin, war Astronom und Professor für Mathematik in Graz und Wien (
- 1577)
- 14. November: Georg Aribert von Anhalt-Dessau, anhaltinischer Regent (
- 1606)
- 29. November: Tobias Adami, Hofrat (
- 1581) ko:1643년 simple:1643

Kategorie:1643



Evangelista Torricelli

Evangelista Torricelli (
- 15. Oktober 1608 in Faenza; † 25. Oktober 1647 in Florenz) war ein italienischer Physiker und Mathematiker.

Leben

Torricelli stammte aus einer armen Familie, studierte von 1624 an (wohl in seiner Geburtsstadt) Mathematik und Philosophie, später bei Benedetto Castelli - zeitweise als dessen Sekretär - in Rom Mathematik, Astronomie und Mechanik. Es scheint, dass seine Tätigkeit als Sekretär (1626-1632) das Entgelt für den Unterricht darstellte, den er bei Castelli erhielt. In Rom lernte er den 1632 erschienenen Dialogo und andere Schriften von Galilei kennen, die ihn beeindruckten und beeinflussten. Aus einem Brief Torricellis an Galilei weiß man, dass er die kopernikanische Vorstellung für richtig hielt; in Anbetracht des gegen Galilei angestrengten Prozesses jedoch stellte er die Astronomie zurück und widmete sich physikalischen und mathematischen Aufgabenstellungen. Von 1632 an arbeitete er als Sekretär für Giovanni Ciampoli, einem Freund Galileis. Im Spätherbst 1641 - drei Monate vor Galileis Tod - ging er auf Empfehlung von Castelli nach Arcetri bei Florenz und wurde dort Galileis Assistent und schließlich sein Nachfolger als Hofmathematiker des Großherzogs von Toskana sowie als Professor für Mathematik an der Florentiner Akademie. Bis zu seinem Tod wohnte er als Hofmathematiker im herzoglichen Palast in Florenz. Ab 1644 war er auch als Lehrer für Befestigungswesen tätig. Er war nicht nur ein geschickter Experimentator, sondern auch ein hervorragender Linsenschleifer, womit er sich in Florenz einen beträchtlichen Zusatzverdienst erarbeitete. Im Alter von nur 39 Jahren starb Torricelli an den Folgen einer Infektion (vermutlich Typhus).

Werk

Torricelli zählt zu den bedeutendsten Physikern und Mathematikern der Barockzeit, deren Wissenschaften er mit seinen Zeitgenossen Galilei, Descartes, Cavalieri, Fermat und Pascal wesentlich beeinflusste. 1644 hatte er sein wegweisendes Werk über die Gesetzmäßigkeiten bei Fall und Wurf veröffentlicht (De motu gravium naturaliter descendentium). Es war dies der zweite Teil des dreibändigen Werkes Opera geometrica, in dem seine Forschungen zur Hydrodynamik ihren Niederschlag fanden, und die schnell in ganz Europa lebhaftes Interesse erregten. Beachtet wurde vor allem der später so genannte „Torricellische Lehrsatz“, der besagt, dass beim Ausfließen einer Flüssigkeit aus einem Gefäß die Ausflussgeschwindigkeit der Quadratwurzel aus der Höhe der Flüssigkeit proportional ist. Sie hängt also nicht von der Art der Flüssigkeit ab; daher fließen beispielsweise Wasser und Quecksilber bei gleicher Füllhöhe gleich schnell aus. Neben diesen grundlegenden Beobachtungen zur Dynamik von Flüssigkeiten leistete Torricelli auch entscheidende Vorarbeiten für die Infinitesimalrechnung. Cavalieri, gleichfalls ein Schüler von Castelli, hatte die Überlegungen von Kepler zu infinitesimalen Rechengrößen weiterentwickelt. Mit Hilfe dieser Methode fand Torricelli höchst elegante Beweise für geometrische Probleme - etwa dass das Volumen einer rotierenden Hyperbel endlich ist (obwohl ihre Fläche unendlich groß ist). Besonders in seinem Werk De motu gravium... konnte er die parabolische Bewegung von Geschossen mit Hilfe dieses Verfahrens erfolgreich untersuchen. Er verbesserte Galileis Fernrohr und entwickelte ein einfaches, aber bereits leistungsstarkes Mikroskop. Er war auch der Erste, dem es gelang, ein Vakuum für längere Zeit aufrechtzuerhalten. Seine wichtigste Entdeckung betraf das Funktionsprinzip des Quecksilberbarometers: er stellte die Behauptung auf, dass – etwa beim Saugen mit einem Strohhalm – die Flüssigkeit nicht heraufgesogen (infolge des vermuteten horror vacui), sondern von der Last der Luftsäule hinaufgedrückt wird. Auch die Entstehung von Wind als Folge von Temperatur- und Druckunterschieden in der Atmosphäre hat er korrekt erklärt. Nach Torricelli ist eine – veraltete – physikalische Maßeinheit benannt: das torr. Auch ein Mondkrater trägt seinen Namen.

Weblinks


-
- http://www.hyperkommunikation.ch/personen/torricelli.htm
- http://www.desy.de/expo2000/deutsch/dhtmlbrowser/webthemen/04_vakuum/furchtvordemnichts_druck.htm Torricelli, Evangelista Torricelli, Evangelista Torricelli, Evangelista Torricelli, Evangelista Torricelli, Evangelista ja:エヴァンジェリスタ・トリチェリ ko:에반젤리스타 토리첼리

Otto von Guericke

Otto von Guericke (
- 20. November 1602 in Magdeburg; † 11. Mai 1686 in Hamburg; beide Daten nach julianischem Kalender, nach gregorianischem Kalender sind das der 30. November und der 21. Mai) war ein deutscher Politiker und Erfinder. Er war vielseitig politisch tätig und 1646–1676 Bürgermeister von Magdeburg. Seine wissenschaftliche Hauptleistung ist die Begründung der Vakuumtechnik. Er erfand die Kolbenvakuumluftpumpe, untersuchte die Eigenschaften des Vakuums in einer Vielzahl von Versuchen und schuf Anwendungen wie den Hebeversuch und die Windbüchse. In der Öffentlichkeit demonstrierte er die Kraft des Luftdrucks mit spektakulären Experimenten. Guericke hatte zwei 57 cm große Halbkugeln (1 Magdeburger Elle) aus Kupfer (Magdeburger Halbkugeln) mittels einer Dichtung zusammengelegt und pumpte die Luft aus dem Inneren heraus. Anschließend wurden vor jede Halbkugel nacheinander acht Pferde gespannt, die sie auseinanderreißen sollten, was aber nicht gelang. Als die Kugeln wieder mit Luft gefüllt waren, fielen sie von allein auseinander. Bei einer anderen Vorführung hatte Guericke einen Zylinder mit beweglichem Kolben aufstellen lassen. An dem Kolben wurde ein Seil befestigt, welches über ein Gewinde lief und von 50 Männern festgehalten wurde. Als Guericke die Luft aus dem Zylinder absaugte, konnten die Männer den Kolben nicht am Absinken hindern, da der atmoshärische Luftdruck gegen ein Vakuum stärker war. Das war die folgenreiche Erfindung seiner Hebemaschine. Magdeburger Halbkugeln] Mit seinen Versuchen hat Guericke auch die Hypothese horror vacui, die Abscheu vor dem Nichts, widerlegt, die Jahrhunderte lang Philosophen und Naturforschern ein Problem war. Guericke bewies, dass Stoffe nicht vom Vakuum angesaugt werden, sondern vom Umgebungsdruck in das Vakuum gedrückt werden. Guericke setzte ein Barometer zur Wettervorhersage ein und war damit Wegbereiter der Meteorologie. 1660 ist die Vorhersage eines Unwetters bekannt, das dann auch eintraf. Seine späten Arbeiten beschäftigten sich auch mit den elektrischen Kräften, aber von seinen Ergebnissen ist wenig erhalten. Er erfand die Elektrisiermaschine, der erste elektrische Generator. Die Universität von Magdeburg trägt seinen Namen (Otto-von-Guericke-Universität). Ihm zu Ehren wurde seine Büste in der Walhalla aufgestellt. Seine Heimatstadt Magdeburg benannte ihm zu Ehren eine zentrale Straße (Otto-von-Guericke-Straße). Die Otto-von-Guericke-Gesellschaft und -stiftung pflegen sein Erbe. Im Otto-von-Guericke-Museum in der Lukasklause Magdeburg sind seine Experimente originalgetreu nachvollziehbar.

Literatur


- Die Welt im leeren Raum.
  - Otto von Guericke 1602-1686., Ausstellungskatalog, 2002.,
  - ISBN 3-422-06374-9
- Otto von Guericke.
  - Schneider, Ditmar: Ein Leben für die Alte Stadt Magdeburg. 2002,
  - ISBN 3-519-25153-1
- Neue 'Magdeburgische' Versuche über den leeren Raum
  - Otto von Guericke,
  - Reihe Ostwalds Klassiker, Bd. 59: Übersetzung von Guerickes "Experimenta nova Magdeburgica de vacuo spatio", 1672. (Magdeburger Halbkugeln) 1996,
  - ISBN 3-8171-3059-7
- Guericke, Otto von: Gesamtausgabe.
  - Bd.II/1/1 Guericke, Otto von: Otto von Guerickes Neue (so genannte) Magdeburger Versuche über den leeren Raum. Ottonis de Guericke Experimenta Nova (ut vocantur) Magdeburgica de Vacuo Spatio. Faksimile d. latein. Ausg., 1672. 2002.
  - ISBN 3-89923-015-9,
- Guericke, Otto von: Gesamtausgabe.
  - Bd.II/2/3/1 Guericke, Otto von: Relationes Derer dem herren Bürgermeister Otto von Guericken, wegen gemeiner Stadt Magdeburgk, 18. Jahr nach ein ander, uffgetragenen undt anvertraueten 17 unterschiedenen, mehrentheils gar langwirigen, Verschickungen (1642 bis 1660). Transliteration von Ditmar Schneider, Lateinische Übersetzungen Rudolf Engelhardt. 2005.
  - ISBN 3-89923-089-2

Weblinks


-
- http://www.uni-magdeburg.de/org/ovgg/welcome.html
  - Sehr umfangreiche Seiten der Otto-von-Guericke-Gesellschaft e.V., auch weitere Publikationen
- http://www.desy.de/expo2000/deutsch/dhtmlbrowser/webthemen/04_vakuum/ottovonguericke_druck.htm
  - Kurze Biografie
- http://www.volksstimme.de/guericke/default.asp?column=introduktion
- http://www.gym-guericke.bildung-lsa.de/ottoabout.htm
  - Ausführliche Seiten zum Guericke Jahr in Magdeburg
- http://www.deutsches-museum-bonn.de/ausstellungen/meisterwerke/halbkugeln/default.html
  - Die berühmten Halbkugeln
- http://www2.hs-harz.de/~u12940/ferienakademie/Otto_von_Guericke.htm
- http://www.mk-technology.de/vakuum-deu/unternehmen3.html Guericke, Otto von Guericke, Otto von Guericke, Otto von Guericke, Otto von Guericke, Otto von Guericke, Otto von Guericke, Otto von ja:オットー・フォン・ゲーリケ

Quecksilber

Das chemische Element Quecksilber ist ein Metall. Es ist das einzige Metall und neben Brom das einzige Element, das bei Raumtemperatur flüssig ist. "Quecksilber" bedeutet ursprünglich "lebendiges Silber" (althochdeutsch quecsilbar zu germanisch kwikw = lebendig). Aufgrund seiner hohen Oberflächenspannung benetzt Quecksilber seine Unterlage nicht, sondern bildet abgeplattete einzelne Tröpfchen (Kohäsion). Das chemische Symbol des Quecksilbers ist Hg. Das ist die Abkürzung für hydrargyrum, zusammengesetzt aus der Vorsilbe hydr- und argyron = Silber, was aus dem Griechischen mit "flüssiges Silber" übersetzt werden kann. Vorallem ist es wie jedes andere Metall elektrisch leitfähig.

Vorkommen

Quecksilbervorkommen gibt es u. a. in Serbien, der Toskana, Italien, China und Spanien. Meist findet man es als Mineral in Form von Zinnober. Die Berichte über einen See aus gediegenem Quecksilber in Russland sind nicht belegbar. In Sibirien in der Nähe der Stadt Aktash gab es bis 1993 betriebene Quecksilberbergwerke. In etwa drei Kilometern Entfernung liegt der "Seelensee", der durch einen Fluss mit Abwassern aus der Quecksilbergewinnung verseucht wurde. Die Vegetation am Ufer des Sees zeigt deutlich die starke Umweltschädigung.

Verwendung

Thermometer

Die thermische Ausdehnung des Quecksilbers ist recht hoch und zwischen 0 °C und 100 °C direkt proportional zur Temperatur. Außerdem benetzt Quecksilber Glas nicht. Daher wird es gerne zum Einsatz in Thermometern benutzt. Bedingt durch seine starke Toxizität ist der Einsatz heutzutage auf den wissenschaftlichen Bereich beschränkt. Das erste Quecksilberthermometer wurde um 1720 von Daniel Gabriel Fahrenheit entwickelt.

Barometer

Die alte Bauform des Barometers ist ein u-förmiges, aufrecht stehendes Rohr, welches auf einer Seite oben geschlossen ist. Eine Quecksilbersäule in der geschlossenen Hälfte sinkt nur soweit ab, bis der Luftdruck und die Gewichtskraft des Quecksilbers sich im Kräftegleichgewicht befinden. Die alte Maßeinheit Torr für den Luftdruck ist daher die Höhe der Quecksilbersäule, wobei 1 mm Quecksilbersäule 133,21 Pascal entsprechen.

Amalgam

Quecksilber bildet mit anderen Metallen spontan Amalgame. Amalgame werden verbreitet als Zahnfüllmittel eingesetzt, da sie sich leicht verarbeiten lassen. In erkaltetem Zustand sind sie sehr widerstandsfähig. Sie sind jedoch in Verruf geraten, weil Quecksilberdämpfe giftig sind.

Elektrolyse

Weiter spielt es eine große Rolle bei der Herstellung von Erdalkalimetallen. Während der Elektrolyse wird das reduzierte Erdalkalimetall durch Quecksilber in einem Amalgam gebunden, damit es nicht sofort wieder eine chemische Bindung eingeht (Chloralkali-Elektrolyse). Das Amalgam wird später thermisch aufgebrochen.

Goldwäsche

Bei der Goldwäsche wird Quecksilber verwendet, um den feinen Goldstaub zu binden (siehe Amalgamation). Dies ist der Hauptgrund für die hohe Umweltverschmutzung bei dieser Art der Goldgewinnung. Siehe auch: Amazonas

Sonstige Anwendungen

In manchen Ländern werden/wurden quecksilberorganische Verbindungen zum Beizen von Saatgut verwendet. Dabei kam es im Irak 1971-1972 zu Massenvergiftungen infolge des Verzehrs von Saatgut. Verwendung in Knopfzellen, Quecksilberdampflampen, Energiesparlampen. Die Eigenschaft von Quecksilber sich wie eine nichtbenetzende Flüssigkeit zu verhalten (Ausnahme in Verbindung mit Kupfer) ist Grundlage für die Quecksilber-Porosimetrie. Hierbei wird, vereinfacht gesagt, Hg unter Druck (0 bis 4000 bar) in Poren unterschiedlicher Größe gedrückt. Über den aufgewendeten Druck und das dabei „verbrauchte“ Hg können Aussagen über die Beschaffenheit, Form, Verteilung und Größe von Poren und Hohlräumen gemacht werden. Anwendung findet diese Methode unter anderem in der Mineralogie und Pharmazie.

Wichtige Quecksilberverbindungen


- Quecksilber(I)-chlorid (Kalomel)
- Quecksilber(II)-oxid
- Quecksilber(II)-chlorid (Sublimat)
- Quecksilber(II)-amidchlorid (D0602Z)
- Quecksilber(II)-sulfid (Zinnober)
- Quecksilber(II)-fulminat (Knallquecksilber))

Trivia


- Bei den mittelalterlichen Alchemisten symbolisierte das Einhorn das Quecksilber.

Literatur


- Günther Tölg, Irmgard Lorenz: Quecksilber - ein Problemelement für den Menschen? Chemie in unserer Zeit 11(5), S. 150 – 156 (1977), ISSN 0009-2851
- Klaus Brodersen: Quecksilber - ein giftiges, nützliches und ungewöhnliches Edelmetall. Chemie in unserer Zeit 16(1), S. 23 – 31 (1982), ISSN 0009-2851
- Fritz Schweinsberg: Bedeutung von Quecksilber in der Umweltmedizin - eine Übersicht. Umweltmedizin in Forschung und Praxis 7(5), S. 263-278 (2002), ISSN 1430-8681
- Ebinghaus, Ralf et al.: Mercury Contaminated Sites - Characterization, Risk Assessment and Remediation. Springer Verlag, Berlin 1999, ISBN 3-540-63731-1
- Watras, Carl J. and Huckabee, John W.: Mercury Pollution - Integration and Synthesis. Lewis Publishers, Ann Arbor 1994, ISBN 1-56670-066-3 LCCN 94-15244
- Dr. med. Joachim Mutter: Amalgam - Risiko für die Menschheit. Quecksilbervergiftungen richtig ausleiten. [http://www.fitfuerslebenverlag.de/katalog/Buecher_detail/amalgam.html Inhaltsangabe zum Buch] Fit fürs Leben Verlag in der NaturaViva Verlags GmbH, 71256 Weil der Stadt. ISBN 3-89881-522-6

Siehe auch


- Minamata-Krankheit (chronische Vergiftung durch Quecksilber)
- Hautaufhellung
- [http://www.mercury2006.org Konferenz in Madison/Wisconsin zu allen relevanten Quecksilber-Themen, August 2006]

Weblinks


- [http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Quecksilber Mineralienatlas - Quecksilber]
- [http://medicine-worldwide.de/meldungen/news_archive.html?id=1136 Quecksilberbelastung führt zur Alzheimerschen Erkrankung] Kategorie:Chemisches Element Kategorie:Gruppe-12-Element Kategorie:Periode-6-Element Kategorie:Übergangsmetall Kategorie:Schwermetall Kategorie:Gift ja:水銀 ko:수은 ms:Raksa simple:Mercury (element) th:ปรอท

Abel Tasman

Abel Janszoon Tasman (
- 1603 in Lutjegast, Groningen; † 10. Oktober 1659 in Batavia, Java) war ein niederländischer Seefahrer. Auf seinen Entdeckungsreisen umsegelte er den australischen Kontinent und erreichte 1642 als erster Europäer Neuseeland. Nach ihm sind unter anderem die australische Insel Tasmanien (zuvor: Van Diemen's Land), die Tasmanische See zwischen Australien und Neuseeland sowie ein Nationalpark in Neuseeland benannt.

Entdeckungen

Im Jahre 1642 entschloss sich die Niederländische Ostindien-Kompanie Australien (s. a. Geschichte Australiens) durch eine geplante Expedition zu erforschen.
- 1642 Tasmanien und die Südinsel Neuseelands
- 1643 die Tonga- und Fidschiinseln
- 1644 Tasmanland an der Nordwest-Küste Australiens

Weblinks


- Tasman, Abel Janszoon Tasman, Abel Janszoon Tasman, Abel Janszoon Tasman, Abel Janszoon Tasman, Abel Janszoon Tasman, Abel Janszoon simple:Abel Tasman

Fidschi

Fidschi (engl.: Fiji Islands) ist ein Inselstaat im Südpazifik nördlich von Neuseeland und östlich von Australien. Fidschi ist seit 1970 unabhängig und seit 1987 eine Republik mit der Hauptstadt Suva auf der Insel Viti Levu.

Geografie

Fidschi ist eine isolierte Inselgruppe im Südwestpazifik und liegt etwa 2.100 Kilometer nördlich von Auckland, Neuseeland.Von Deutschland aus beträgt die Flugzeit auf die Fidschis ca. 20 Stunden. Die Küstenlänge beträgt insgesamt 1.129 Kilometer. Der Archipel besteht aus 844 Inseln mit einer Gesamtfläche von 18.270 Quadratkilometern, von denen 106 bewohnt sind. Die Hauptinseln Viti Levu (10.429 Quadratkilometer) und Vanua Levu (5.516 Quadratkilometer) umfassen fast neun Zehntel der Landesfläche und sind wie die meisten der Fidschiinseln vulkanischen Ursprungs, die kleineren entstanden aus Korallenriffen. Auf den beiden großen Inseln liegen zerklüftete Gebirgsketten, die sich über schmalen Küstenebenen und vorgelagerten Korallenriffen erheben. Der höchste Berg ist mit 1.324 Meter der Mount Victoria oder Tomanivi auf Viti Levu. Es herrscht tropisch-heißfeuchtes Klima mit Temperaturen von 16 bis 32 Grad Celsius. In der Regenzeit von November bis April suchen verheerende Wirbelstürme die Inseln heim. Die Passatwinde bringen der dicht bewaldeten Südostküste starke Regenfälle. Die westlichen Hänge mit lichtem Baumbestand und Grasland sind wesentlich trockener. Über zwei Drittel der Landesfläche von Fidschi sind bewaldet und nur ein geringer Anteil ist Weideland. Die größten Städte sind (Stand 1. Januar 2005): Suva 199.455 Einwohner, Nadi 53.783 Einwohner, Lautoka 49.331 Einwohner, Labasa 33.397 Einwohner und Nausori 32.786 Einwohner.
- Siehe auch: Liste der Städte in Fidschi

Bevölkerung

Die Bevölkerung des Landes besteht zu etwa gleichen Teilen aus Angehörigen der ursprünglichen melanesischen Bevölkerung und Indern. Seit dem Jahre 1987 haben viele Inder Fidschi verlassen. Circa 53 Prozent der Einwohner sind Christen, etwa 38 Prozent Hindus und ungefähr acht Prozent Muslime. Daneben gibt es Minderheiten, unter anderem von Sikhs. Die Amtssprachen sind Englisch und Fidschi, das zu den austronesischen Sprachen zählt. Die indischstämmige Bevölkerung spricht Fidschi Bat (auch Fiji Talk), eine Variante des Hindustani. Rund 40 Prozent der Bevölkerung des Landes ist unter 14 Jahre alt. Gegen eine symbolische Gebühr werden alle Bewohner des Landes medizinisch behandelt. Tropenkrankheiten kommen nicht vor, etwa 0,07 Prozent der Erwachsenen haben Aids. In Fidschi leben 290 Ärzte. 59.090.400 US-Dollar gibt der Staat jährlich für die Gesundheit der Bevölkerung aus. Ein Fidschianer nimmt täglich circa 2.890 kcal auf.

Geschichte

Der Archipel ist seit mehr als 3.000 Jahren von Melanesiern bewohnt, die vermutlich von Südostasien aus einwanderten. Die Ureinwohner lebten von Bodenbau (Knollenanbau), Schweinehaltung und Fischfang unter urgesellschaftlichen Bedingungen. Sie nahmen durch Kontakte mit anderen Inselbevölkerungen viele Elemente polynesischer Kultur an. Im Zuge der Auflösung der frühgesellschaftlichen Strukturen bildeten sich gentilaristokratische Häuptlingsdynastien heraus. Am 6. Februar 1643 wurde Fidschi von Abel Tasman gesichtet, 1774 von James Cook besucht und 1827 von Jules Dumont d’Urville erforscht. Nach gelegentlichen Besuchen von Sandelholzfällern zwischen 1801 und 1813 siedelten sich europäische Pflanzer an, die ab etwa 1860 Baumwolle anbauten. 1835 nahmen Vertreter britischer Missionsgesellschaften ihre Tätigkeit auf. Sie bereiteten durch Beeinflussung von Oberhäuptling Seru Epenisa Cakobau die koloniale Annexion vor. 1871 wurde eine Scheinverfassung nach britischem Muster erlassen und am 10. Oktober 1874 Fidschi zur Kronkolonie erklärt. Australische und britische Firmen konzentrierten sich in der Folge auf den Zuckerrohranbau. Sie holten am 14. Mai 1879 die ersten indischen Arbeitskräfte - bis 1916 insgesamt 61.000 - ins Land, deren Nachkommen zwischen 1946 und 1997 die Bevölkerungsmehrheit bildeten. 1881 wurde die Insel Rotuma an die Kronkolonie angeschlossen. Im 2. Weltkrieg war Fidschi eine bedeutende Versorgungsstation der Alliierten; es wurden zahlreiche Luftwaffen- und Marinestützpunkte errichtet. 1960 kam es zu einem landesweiten Streik der Zuckerrohrpflanzer. Nach innerer Autonomie 1966 errang Fidschi am 10. Oktober 1970 seine Unabhängigkeit im Rahmen des Commonwealth of Nations und wurde Mitglied der UN. Erster Premierminister des Landes wurde Ratu Sir Kamisese Mara. 1987 gewannen indische Parteien die Wahlen; durch zwei aufeinanderfolgende Militärputsche am 14. Mai und 25. September des Jahres unter der Führung von Sitiveni Rabuka wurde jedoch die Vorherrschaft der Melanesier wiederhergestellt, die auch die Verfassung von 1990 festschrieb. Die politischen Unruhen (Streiks, politische Wirren), Missernten und sinkende Weltmarktpreise für Zucker führten zu einem Niedergang der Wirtschaft und einem bis heute anhaltenden Massenexodus der von den Melanesiern politisch unterdrückten aber ökonomisch dominierenden indischstämmigen Bevölkerung des Landes. Im Oktober 1987 wurde Fidschi aus dem Commonwealth ausgeschlossen. 1994 wurde Ratu Sir Kamisese Mara Staatspräsident. Die Stammeshäuptlinge des Landes sprachen sich im Juli 1998 gegen Bestrebungen aus, die Republik wieder in eine konstitutionelle Monarchie umzuwandeln. Noch im gleichen Jahr wurde eine demokratische Verfassung verabschiedet und Fidschi wieder in das Commonwealth aufgenommen. Im Mai 1999 wurde Mahendra Chaudhry, der Vorsitzende der Fiji Labour Party (FLP), nach dem Wahlsieg seiner Partei neuer Premierminister des Landes. Als wichtigstes innenpolitisches Ziel formulierte der erste indischstämmige Regierungschef die Beendigung der Spannungen zwischen den einzelnen ethnischen Gruppen. Chaudry und das gesamte Kabinett wurden am 19. Mai 2000 von Putschisten unter Führung des Geschäftsmannes George Speight und mit der Unterstützung konservativer Kräfte als Geiseln genommen. Frank Bainimarana, Chef der Streitkräfte, erklärte nach dem Staatsstreich Präsident Ratu Sir Kamisese Mara für abgesetzt und sich selbst zum neuen Herrscher des Inselstaates. Das Einschreiten des Militärs beendete zwar den Putsch, bedeutete aber zugleich auch das vorläufige Ende der kurzen Phase politischer Entfaltung und Gleichberechtigung der Indo-Fidschianer. Nach der Freilassung der Geiseln wählte der Große Rat der Stammeshäuptlinge am 13. Juli 2000 Ratu Josefa Iloilo zum neuen Oberhaupt des Staates. Dem Kabinett des neuen Regierungschefs Laisenia Qarase gehörte den Forderungen der Putschisten zufolge nur ein indischstämmiger Minister an. Am 10. September 2001 wurde Qarase nach dem Wahlsieg seiner wenige Monate zuvor gegründeten Fijian People's Party (SDL) - sie vertritt die Interessen der indigenen Bevölkerung - von Staatspräsident Iloilo zum Premierminister ernannt. Qarase weigerte sich, gemäß der verfassungsmäßigen Sitte die größte Oppositionspartei - Chaudhrys multiethnische Labor Party - an der Kabinettszusammensetzung zu beteiligen. Die Regierungsbildung gestaltete sich problematisch und vertiefte die ethnischen Spannungen im Land. Für neue Aufregung sorgte im Frühsommer 2005 die Ankündigung des Regierungschefs, eine Amnestieregelung auf den Weg zu bringen, die den Putschisten des Jahres 2000, allen voran Anführer George Speight, die vorfristige Freiheit ermöglicht hätte. Nach starken Protesten gegen das Vorhaben sagte Qarase eine Überarbeitung des Gesetzentwurfes zu.

Politik

Das Staatsoberhaupt wird vom Großen Häuptlingsrat ernannt, der sich aus den Häuptlingen und Repräsentanten der Provinzen zusammensetzt. Das Staatsoberhaupt bestimmt den Premierminister. Das Kabinett wird vom Premier aus den Reihen der Parlamentsmitglieder ausgewählt. Das Zweikammernparlament besteht aus dem Senat, einer Versammlung mit 32 Sitzen, und dem Repräsentantenhaus, das 71 Sitze hat. Während die Senatoren ernannt werden (14 durch den Großen Häuptlingsrat, neun durch den Premierminister, acht durch den Oppositionsführer und einer durch den Rat der Insel Rotuma), werden die Abgeordneten vom Volk auf fünf Jahre gewählt, wobei eine in der Verfassung festgelegte Mindestzahl von Sitzen für die ethnischen Gruppen vorgesehen ist. Zusammensetzung des Repräsentantenhauses (71 Sitze):
- Fijian People's Party (SDL) 45 Prozent
- Fiji Labor Party (FLP) 38 Prozent
- Matanitu Vanua (Konservative Allianz) (MV) 8 Prozent
- New Labor Unity Party (NLUP) 3 Prozent
- Sonstige 3 Prozent
- Unabhängige 3 Prozent

Außenpolitik

Durch die Staatsstreiche zwischen 1987 und 2000 sowie die Diskriminierung der Indo-Fidschianer durch die Melanesier hat das Ansehen Fidschis international sehr gelitten. Hauptansprech- und Handelspartner sind Australien und Neuseeland. Dazu bemüht man sich um gute Beziehungen zu den anderen Pazifik-Staaten, besonders zu den direkten Nachbarn Samoa und Tonga. Der kleine Pazifikstaat Tuvalu - der vermutlich in den nächsten 50 Jahren im Meer versinken wird - steht mit den Fidschi-Inseln in Verhandlungen aufgrund eines Landerwerbes. Diese Verhandlungen wurden allerdings nach dem Staatsstreich im Jahre 2000 auf unbestimmte Zeit verschoben.

Rechtssystem

Die meisten Verbrechen in Fidschi sind Diebstahl und alkoholbedingte Gewalt. Nach dem Staatsstreich 2000 übten viele Fidschianer Selbstjustiz aus. Zurzeit sind circa 960 Häftlinge in Gefängnissen. Es gibt keine Todesstrafe. Gleichgeschlechtliche Beziehungen sind auf den Fidschi Inseln nach den Artikeln 168-170 Strafgesetzbuch verboten. Die versuchte sexuelle Handlung zwischen Männern wird mit bis zu 7 Jahren Gefängnis bestraft. Sexuelle Handlungen zwischen Männern oder Frauen werden mit bis zu 14 Jahren verbüßt. In den letzten Jahren gibt es allerdings den Hang zu mehr Toleranz. So werden gleichgeschlechtliche sexuelle Handlungen nur noch in den seltensten Fällen angezeigt und kaum noch Strafen verhängt. In den oberen konservativen Kreisen der Fidschianer gilt homosexueller Sex als abstoßend.

Militär

Die meisten Soldaten sind Fidschianer. Etwa 20 Prozent steht in UN-Diensten und wurde u.a. im Libanon, Ägypten, Kosovo, Irak eingesetzt. Fidschi gibt circa 32 Millionen US-Dollar für das Militär im Jahr aus, es ist mit zwei Hubschraubern und gepanzerten Fahrzeugen ausgestattet. Die Mannstärke beträgt 3.500.

Verwaltungsgliederung

Fidschi gliedert sich in vier Divisionen (divisions) und das Schutzgebiet (dependency) Rotuma mit der Hauptstadt Ahau. Die Divisionen sind (in Klammern die Hauptstadt): Central (Suva), Eastern (Levuka), Northern (Labasa) und Western (Lautoka). Die Divisionen unterteilen sich in 14 Provinzen. Siehe auch: Liste der Divisionen Fidschis

Kultur

Feste und Feiertage

Das größte Fest in Fidschi ist das Hibiskusfest, das im August eine Woche lang in der Hauptstadt Suva gefeiert wird. Die gesetzlichen Feiertage des Landes sind Neujahr (1. Januar), Ostern (Karfreitag bis Ostermontag), der National Youth Day (im März), Ratu Sir Lala Sukuna Day (im Mai oder Juni), der Geburtstag der britischen Königin (gefeiert an einem Montag um den 14. Juni), Constitution Day (im Juli), der Unabhängigkeitstag (an einem Montag um den 10. Oktober), der Geburtstag des Propheten Mohammed (im Juli), das hinduistische Lichterfest Divali (im Oktober oder November), Weihnachten (25. Dezember) und der Boxing Day (26. Dezember). Letzterer Feiertag geht auf eine britische Tradition zurück, an diesem Tag Ladenbesitzer und Dienstboten zu beschenken.

Sport

Nationalsport auf den Fidschi Inseln ist Rugby. Fidschi gehört zu den 12 besten Rugby-Nationen der Welt. Sie nehmen regelmäßig an Rugby-Weltmeisterschaften teil. Fidschi hat allerdings, ebenso wie die anderen Inselstaaten, mit einigen Problemen zu kämpfen: Da die Republik recht klein gibt, gibt es kaum Sponsoren, die eine profihafte Ausübung des Sportes gewährleisten würden. Die größeren Nationen in Ozeanien, Australien und Neuseeland, setzen Scouts auf den Inseln ein und ködern die größten Talente mit Sportstipendien. So gehen Fidschi und den anderen Inselstaaten zahlreiche Talente verloren, da diese vom jeweiligen Land eingebürgert werden. Australien und Neuseeland weigern sich auch, auf die Inseln zu reisen um dort Spiele auszutragen. Fidschi hat eine wunderschöne moderne Rugbyarena die allerdings die meiste Zeit leer steht. Es kommt nur ab und an zu Freundschaftsspielen zwischen Fidschi, Samoa und Tonga. Fidschi bemüht sich seit Jahren, ein Team in der "Super 12" Rugby Liga stellen zu dürfen (Super 12 ist ein Zusammenschluss von Vereinen aus Australien, Neuseeland und Südafrika). Die Aufnahme wird allerdings immer abgelehnt. Die meisten Spieler von Fidschi versuchen ihr Glück im Ausland, da sie dort mit dem Sport Geld verdienen können. Hauptziele sind Australien, Neuseeland und England. Vor allem englische Vereine gewähren den Fidschianern keine Abstellung für Spiele der Nationalmannschaft. Auch Fußball erfreut sich auf den Fidschi-Inseln zunehmender Beliebtheit. Hier nimmt Fidschi am Ozeanien-Pokal teil (entspricht einer Europameisterschaft und der Qualifikation für die Weltmeisterschaft in einem). Allerdings ist auch hier die Situation etwas verfahren, da sich Neuseeland und Australien auch hier weigern, auf die Inseln zu fahren. Deshalb werden alle Spiele im Turniermodus in Australien ausgetragen.

Wirtschaft

Zu den bedeutendsten Anbauprodukten gehören unter anderem Zuckerrohr, Ingwer, Kokosnüsse, Reis, Kakao, Kaffee, Taro, Ananas und Tabak. Die Grundlage der Industrie des Landes ist die Weiterverarbeitung von Erzeugnissen aus der Landwirtschaft, der Forstwirtschaft und der Fischerei. Fidschi verfügt über große Goldvorkommen, im Jahre 2000 belief sich die Jahresproduktion auf 3.675 Kilogramm. Die wichtigsten Exportgüter sind Zucker, Fisch, Textilien, Holz und Kokosnussöl. Die wirtschaftliche Bedeutung des Fremdenverkehrs ist gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) beträgt 1,50 Milliarden US-Dollar (2000). Der Dienstleistungssektor hat daran einen Anteil von 53 Prozent, die Industrie von 29 Prozent und die Landwirtschaft von 18 Prozent. Daraus ergibt sich ein BIP pro Einwohner von 1.840 US-Dollar. Die Währung in Fidschi ist der Fidschi-Dollar. Nach dem Putsch im Jahre 2000 sank die Wirtschaftsleistung um 12,5 Prozent. Viele indo-fidschianische Fachleute wandern wegen der gesellschaftlichen Probleme im Land ab. Die Arbeitslosigkeit liegt gegenwärtig bei etwa fünf Prozent. 82 Prozent des Energiebedarfs von Fidschii werden zurzeit aus Wasserkraft gewonnen.

Infrastruktur

Die Städte Nadi und Suva (Nausori) besitzen internationale Flughäfen. Die Fidschi-Inseln haben eine eigene Fluggesellschaft, die Air Pacific, mit der sie vor allem die umliegenden Inseln anfliegen. Der Staat Tuvalu kontrolliert allerdings den Großteil der Anteile. Die Länge des Straßennetzes in Fidschi beträgt 3.440 Kilometer, das Eisenbahnnetz ist 595 Kilometer lang. Fidschi ist einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte im südlichen Teil des Pazifischen Ozeans. Regelmäßige Schiffsverbindungen bestehen mit den USA, Kanada, Australien, Neuseeland sowie einigen Pazifikinseln. Haupthafen ist die Hauptstadt Suva.

Medien

In Fidschi erscheinen zwei Tageszeitungen, die Fiji Times und die Fiji Sun. Außerdem gibt es noch die Nai Lalakai und die Shanti Dut, sie erscheinen wöchentlich. Die tägliche Zeitungsauflage beträgt 51 auf 1000 Einwohner. Im Land befindet sich nur ein staatlicher TV-Sender. Dazu kommen noch eine staatliche und drei unabhängige Radiostationen. Die derzeitige Regierung tritt sehr stark für die Pressefreiheit ein. Die örtlichen Medien berichten jedoch oft über Korruptionsfälle, deswegen hat die Polizei schon des Öfteren solche Sendungen unterbunden. Fidschi besitzt 102.000 Telefonanschlüsse, 109.000 Mobiltelefone, 541.500 Radios, 91.000 Fernseher und 55.000 Internetanschlüsse.

Bildung

Ursprünglich war das Schulsytem am britischen System orientiert. Jetzt erfolgt die Schulbildung meist durch lokale Komitees. Zunehmend wird nach Rassen getrennt unterrichtet. Erst seit 2002 sind Schläge mit der Gerte verboten. Schulpflicht besteht für die Dauer von acht Jahren. 99,2 Prozent der Bevölkerung können lesen und schreiben. In der Hauptstadt Suva befindet sich die 1968 gegründete University of the South Pacific, in welche außer Fidschi die Pazifikstaaten der Cookinseln, Salomonen, Kiribati, Marshallinseln, Nauru, Niue, Samoa, Tokelau, Tonga, Tuvalu und Vanuatu eine gewisse Anzahl an Studenten entsenden dürfen. Die Anzahl der Studenten beträgt 8.600. Die Ausgaben der Regierung für Bildung belaufen sich auf 105.955.200 US-Dollar pro Jahr.

Literatur


- Faust, Heiko & Winter, Johannes (2005): Sensible Inselökonomie im Pazifik - Politische Instabilität und ethnische Koexistenz als Determinanten für die Wirtschaftsentwicklung in Fiji. In: Waibel, M., Kreisel, W., Thimm, T. (Hrsg) : Fragile Inselwelten. Tourismus, Umwelt und indigene Kulturen. (= Schriftenreihe PAZIFIK FORUM der Arbeitsgemeinschaft für Pazifische Studien e.V., Band 9). Horlemann, Bad Honnef. S. 119-133. ISBN 3-89502-204-7
- Guile, Melanie (2005): Fiji. (= Islands of the South Pacific). Heinemann Library, Port Melbourne.
- Faust, Heiko & Winter, Johannes (2003): Ursachen und Wirkungen ethnischer Konflikte im Pazifik - Gesellschaftliche Desintegration in Fidschi. In: Kreisel, W., Marsden, P.H., Waibel, M. (Hrsg.): Wandel, Werte und Wirtschaft im pazifischen Raum. (= Schriftenreihe PAZIFIK FORUM der Arbeitsgemeinschaft für Pazifische Studien e.V., Band 8). Radicke & Duehrkohp, Göttingen. S. 153-168. ISBN 3-89744-226-4
- Lal, Brij & Fortune, Kate (ed.) (2000): The Pacific Islands: An Encyclopedia. Honolulu, University of Hawaii.
- Fiji Times (ed.) (1995): Pacific Islands Year Book. 17th Edition. Suva, Fiji.

Weblinks


- [http://www.fidschi-erleben.de Fidschi erleben. Ein Internet-Reiseführer]
- [http://www.jesus.ch/index.php/D/article/371/27462/ Wenn Gott eine Inselgruppe verwandelt]
Kategorie:Staat Fidschi Kategorie:Inselgruppe ja:フィジー ko:피지 ms:Fiji simple:Fiji th:ประเทศฟิจิ zh-min-nan:Fiji

Niederlande

Die Niederlande (niederländisch Nederland) sind Teil des Königreichs der Niederlande in Westeuropa. Sie sind einer der am dichtesten besiedelten Staaten der Welt. Rund ein Viertel des Landes liegt unterhalb des Meeresspiegels und ist mit rund 3.000 km Deichen geschützt. Im deutsch- und englischsprachigen Raum wie auch in den Niederlanden selbst wird anstelle der offiziellen und korrekten Bezeichnung Niederlande umgangssprachlich häufig der Name Holland für das gesamte Staatsgebiet verwendet. Diese Bezeichnung stammt von der alten Grafschaft Holland her und bezieht sich eigentlich nur auf die heutigen Provinzen Nord- und Südholland. - Siehe dazu auch die Rubrik "Die Niederlande im deutschen Sprachgebrauch" am Seitenende.

Geografie

Räumliche Lage

Das ganze Landes liegt weniger als einen Meter über, einige Gebiete sogar unterhalb des Meeresspiegels.
Der höchste Punkt des Landes, der Vaalserberg im Südosten, befindet sich 322 m über dem Amsterdamer Pegel, dort liegt auch gleichzeitig das Dreiländereck zu Deutschland und Belgien. Die flachen Gebiete werden in der Regel durch Deiche vor Sturmfluten geschützt.
Teile der Niederlande, wie zum Beispiel fast die gesamte Provinz Flevoland, wurden durch Landgewinnung dem Meer abgewonnen. Sie werden als Polder bezeichnet.
Ungefähr ein Fünftel (18,41 %) der Landesfläche ist mit Wasser bedeckt, wovon den größten Teil das IJsselmeer ausmacht, eine ehemalige Nordsee-Bucht, die 1932 durch einen 29 km langen Abschlussdeich eingepoldert wurde. Die wichtigsten Flüsse in den Niederlanden sind der Rhein, die Waal und die Maas. Maas Die Hauptwindrichtung in den Niederlanden ist Südwest, daraus resultiert ein gemäßigtes maritimes Klima mit kühlen Sommern und milden Wintern. Siehe auch: Niederländische Inseln, Westfriesische Inseln

Nachbarländer

Die Niederlande grenzen im Westen und Norden an die Nordsee, im Osten an Deutschland und im Süden an Belgien. Siehe auch: Städte in den Niederlanden

Bevölkerung

Die Niederlande sind mit etwa 480 Einwohnern pro Quadratkilometer Landfläche eines der am dichtesten besiedelten Länder der Welt (zum Vergleich: Deutschland 236, Monaco 16.435, Namibia 2). Niederländisch ist die Amtssprache im gesamten Staat; daneben werden niederdeutsche Mundarten gesprochen. Das Friesische ist Amtssprache in der Provinsje Fryslân und dort auch Rundfunk- und Verwaltungssprache. Im Nordosten werden niedersächsische Dialekte gesprochen, im Südosten hochdeutsche Mundarten. In den Niederlanden wohnen Einwanderer aus der ganzen Welt: Indonesien, Karibik, Südamerika, Afrika, Türkei, Polen etc. Die wichtigsten Religionen (Stand: 2002) sind der Katholizismus (31 %), der Protestantismus (21 %) und der Islam (5,5 %). Die meisten Protestanten gehören einer calvinistischen Kirche an. 40 % der Niederländer fühlen sich keiner Religionsgemeinschaft zugehörig. Die katholische Bevölkerung lebt vor allem im Süden, die protestantische vor allem im Norden des Landes.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte der Niederlande Nach der Aufteilung des Frankenreiches gehörten die niederen Lande zum ostfränkischen Königreich (Regnum Teutonicae) und danach zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Unter Kaiser Karl V., der zugleich spanischer König war, war das Land in siebzehn Provinzen aufgeteilt und umfasste auch den Großteil des heutigen Belgiens. Nach der Unabhängigkeitserklärung der sieben nördlichen Provinzen (Allianz von Utrecht) vom 23. Januar 1579 und dem folgenden Achtzigjährigen Krieg gegen die spanischen Habsburger wurde die formelle Unabhängigkeit von Spanien im Westfälischen Frieden am 15. Mai 1648 besiegelt, der, gleichzeitig mit der Schweiz, zur Trennung vom mittelalterlichen deutschen Reich führte. Dieses Datum gilt als Geburtstag der heutigen Niederlande. In der Folge wuchsen die Niederlande (de nederen duitsche landen) als Republik der Vereinigten Niederlande, zu einer der größten See- und Wirtschaftsmächte des 17. Jahrhunderts. Während dieser Zeit wurden Kolonien und Handelsposten auf der ganzen Welt errichtet. Bekannt ist die Gründung von Nieuw Amsterdam, welches später in New York umbenannt wurde. In Asien schufen die Niederländer ihr Kolonialreich 'Nederlands-Indie', das heutige Indonesien, welches erst 1946 unabhängig wurde. Auch im nordöstlichen Südamerika (Surinam) und der Karibik entstanden Niederländische Kolonien (Aruba, Curaçao), (Bonaire), (Saba), (St. Eustatius) und (St. Maarten); diese Inseln sind heute stiller Teil der niederländischen Monarchie (Königreich). 1796 wurde mit französischer Unterstützung die Batavische Republik gegründet (benannt nach dem germanischen Stamm, der das Gebiet zwischen Rhein und Maas zuerst besiedelt hatte, den Batavern); 1806 machte Napoleon daraus das Königreich Holland. Nach der Einverleibung durch Frankreich unter Napoleon I. wurde 1815 das Königreich der Niederlande gegründet, das auch das heutige Belgien umfasste. Erster König wurde Wilhelm I. aus dem Haus Oranien-Nassau. Belgien und damit das die niederfränkischen Flandern erlangte nach der belgischen Revolution von 1830 seine Unabhängigkeit, die allerdings erst 1839 von Wilhelm I. anerkannt wurde. Der niederländische König war gleichzeitig Großherzog von Luxemburg, wo das Salische Gesetz kein weibliches Staatsoberhaupt zuließ. Als Wilhelm III. bei seinem Tod 1890 nur eine Tochter (Königin Wilhelmina) hinterließ, ging der Luxemburger Thron auf eine andere Erbfolgelinie im Haus Nassau über und Wilhelms Vetter Adolf von Nassau übernahm dort die Regierung. Die Niederlande blieben im Ersten Weltkrieg offiziell neutral und konnten sich auch erfolgreich aus dem Krieg halten. Sie hielten ihre Truppen aber dennoch bis zum Kriegsende mobilisiert und hatten überdies mit einer großen Flüchtlingswelle zu tun. Auch im Zweiten Weltkrieg versuchte die niederländische Regierung zunächst, sich aus dem Krieg herauszuhalten. Anderslautenden Warnungen glaubte sie nicht. Hitler jedoch befahl die Okkupation der Niederlande um so Frankreich unter Umgehung der "Maginot Linie" von Norden her einnehmen zu können. Nach dreitägigem Kampf zwangen die deutschen Truppen am Abend des 14.Mai 1940 die Niederlande mit dem Bombardement von Rotterdam zur Aufgabe. Die Innenstadt wurde durch Bomben und durch die anschließenden Brände weitgehend zerstört. Es war das erste Flächenbombardement im zweiten Weltkrieg. Die Niederlande waren von Mai 1940 bis Mai 1945 besetzt. Viele Niederländer arrangierten sich mit dem Regime und viele Mitläufer verinnerlichten auch die Ideologie eines großdeutschen bzw. großgermanischen Reiches. Die Judenverfolgung schlug in den Niederlanden besonders heftig zu: aus keinem anderen europäischen Land wurde ein so großer Bevölkerungsanteil abtransportiert. Noch immer ist die Rolle niederländischer Verwaltungsstellen und etwa der Niederländischen Eisenbahn beim Abstransport der Juden nicht restlos geklärt. Die Bevölkerung hatte aber mehrheitlich unter der Besatzung zu leiden und auch unter der Judenverfolgung (Anne Frank). Der südliche Teil der Niederlande wurde in der zweiten Hälfte des Jahres 1944 von den Alliierten befreit, der Norden des Landes erst durch das Kriegsende. 1949 kam die westdeutsche Stadt Elten (bei Kleve) mit Umgebung bis 1963 unter niederländische Verwaltung. Deren Bewohner blieben formal bundesdeutsche Staatsbürger, erhielten allerdings niederländische Pässe und wurden auch niederländischen Staatsbürgern rechtlich gleichgestellt. Forderungen nach Angliederung von Teilen des Münsterlandes und des grenznahen Rheinlandes an die Niederlande, deren Bürger niedersächsische und niederfränkische Dialekte - ebenso wie in den Niederlanden - sprachen, konnte sich in den Niederlanden letztlich jedoch nicht durchsetzen. Im Februar 1953 verheerte eine Sturmflut den Südwesten der Niederlande und forderte 1800 Tote. Die Niederlande sind Gründungsmitglied der Benelux-Wirtschaftsunion (seit 1944 geplant, am 3. Februar 1958 festgelegt und am 1. November 1960 in Kraft getreten). Sie waren ebenfalls Mitbegründer der NATO und der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (und damit der Europäischen Union). In der jüngsten Vergangenheit stand das multikulturelle politische Toleranzmodell der Niederlande auf dem Prüfstand. Ihre liberale Politik machte den Weg auch für eingewanderte radikale Islamisten und so genannte Hassprediger frei: Am 2. November 2004 kam es zum Mord an dem Regisseur Theo van Gogh. Die Folge des Mordes waren Anschläge auf Moscheen und Hassbekundungen gegen muslimische Bürger. Große Bevölkerungsteile fordern seither eine rigorose Politik gegen gewalttätige Einwanderer und eine Änderung der zu liberalen Einwanderungspolitik. Zahlreiche Politiker können seither nur noch unter Polizeischutz arbeiten und werden weiterhin von Islamisten bedroht.

Politik

Seit dem Ende der französischen Revolution im Jahre 1815 sind die Niederlande eine konstitutionelle Monarchie mit dem Königshaus Oranien-Nassau an der Spitze. Es herrscht allgemeines Wahlrecht ab 18 Jahren.

Staatsoberhaupt

Staatsoberhaupt seit 1980 ist Königin Beatrix von Oranien-Nassau. Gemäß der Verfassung ist sie Mitglied der Regierung und ernennt die Minister. In der Praxis lässt sie nach Wahlen einen informateur (meist ein hoher Beamter) die Parlamentsfraktionen befragen. Nach dessen Berichterstattung bestellt die Königin einen formateur, der das Kabinett zusammenstellt. Dabei kann es sich bereits um den künftigen Ministerpräsidenten handeln.

Parlament

Das Parlament (Staten-Generaal, Generalstände) besteht aus zwei Kammern. Die Wahl der 150 Mitglieder der Zweiten Kammer (Tweede Kamer) findet im Normalfall alle vier Jahre statt. Diese Kammer ist das Parlament im eigentlichen Sinne, als Volksvertretung und Kontrolle der Regierung. Die Erste Kammer (Eerste Kamer), inoffiziell auch Senat genannt, setzt sich aus 75 Vertretern der Provinzparlamente zusammen, die ebenfalls alle vier Jahre gewählt werden. Die Arbeit der Ersten Kammer besteht vor allem in der Begutachtung von Gesetzen, die die Zweite Kammer erarbeitet hat; unter Umständen kann die Erste Kammer ein Gesetz durch ein Veto blockieren. Der heutige Ministerpräsident Jan Peter Balkenende von den Christdemokraten ist seit 2002 im Amt.

Parteien


- Christlich-Demokratischer Apell/CDA (christlich-konservativ)
- Partei der Arbeit/PvdA (sozialdemokratisch)
- Volkspartei für Freiheit und Demokratie/VVD (liberal-konservativ)
- Sozialistische Partei/SP (links)
- Liste Pim Fortuyn/LPF (rechtspopulistisch)
- Grüne Linke/GL (ökologisch und sozialistisch)
- Democraten 66/D66 (sozial-liberal)
- Christen Union/CU (extrem christlich-konservativ)
- Staatskundig Reformierte Partei/SGP (extrem christlich-konservativ)
- Neue Kommunistische Partei der Niederlanden/NCPN (kommunistisch) Siehe auch: Liste der niederländischen Ministerpräsidenten

Gesellschaftspolitik

In den letzten Jahrzehnten wurden die Niederlande unter anderem für ihre liberale gesetzliche Reglementierung weicher Drogen (siehe Coffee Shop), der Prostitution (sie ist ein gesetzlich anerkanntes Gewerbe und Prostituierte sind daher sozialversichert), von Abtreibung und Sterbehilfe bekannt. Die Niederlande gehörten auch zu den ersten Staaten, die die Ehe für Homosexuelle ermöglichten. Mit Ausnahme der so genannten Randstad (Amsterdam, Rotterdam und Den Haag) hinken Offenheit und Toleranz in der Bevölkerung der eigenen liberalen Gesetzgebung jedoch noch Jahrzehnte hinterher und die Intoleranz wird hinter der vor allem in den Medien und der Politik demonstrativ vorgetragenen Political Correctness versteckt. So ist es in einigen Teilen des Landes um die Akzeptanz offen gelebter Homosexualität weit schlechter bestellt als in den meisten Teilen Deutschlands und oftmals finden verbale oder gar gewalttätige Übergriffe gegenüber Homosexuellen statt. Am 2. November 2004 wurde der islamkritische Filmregisseur Theo van Gogh in Amsterdam ermordet. In Folge kam es zu Brandanschlägen auf Moscheen und zu moslemischen Übergriffen auf Kirchen. Die Vorfälle lösten heftige Diskussionen über die Integration von Ausländern und über das Zusammenleben verschiedener Kulturen und Religionen aus.

Militär

Es besteht keine allgemeine Wehrpflicht. Die Streitkräfte umfassen insgesamt 53.130 Personen, davon entfallen auf das Heer 23.150, auf die Luftwaffe 11.050 und auf die Marine 12.130 Soldaten. Die Militärausgaben betragen 1,6 % des BIP (zum Vergleich, Deutschland: 1,5 %, USA: 3,4 %). Die Führung des niederländischen Heeres ("Koninklijke Landmacht") ist durch das 1. D/NL-Korps eng mit der Deutschen Bundeswehr verzahnt.

Provinzen

1579 mit sieben Provinzen begonnen, kamen später die sogenannten Generalitätslande (NL: generaliteitslanden) als Provinzen Nord-Brabant und Limburg hinzu. Drenthe wurde ebenfalls eine eigene Provinz, und die dominierende Provinz Holland wurde 1840 aufgespalten in Nord-Holland und Süd-Holland. Die jüngste Provinz ist Flevoland, das erst 1986 als Provinz gegründet wurde. Seit dem 1. Januar 1986 gliedern sich die Niederlande in 12 Provinzen (NL: provincies). Die Provinzen wiederum gliedern sich in 483 Gemeinden (gemeenten).

Wirtschaft

Hauptartikel: Wirtschaft der Niederlande Die Niederlande haben ein gut funktionierendes, offenes Wirtschaftssystem. Seit den 1980er Jahren hat die Regierung ihre ökonomischen Eingriffe weitgehend zurückgenommen. Beim produzierenden Gewerbe dominieren Nahrungsmittel- und chemische Industrie, Erdölraffinerien und die Herstellung von Elektrogeräten. Lange vor seinen europäischen Nachbarn sorgte das Land für einen ausgewogenen Staatshaushalt und bekämpfte erfolgreich die Stagnation im Arbeitsmarkt. Die moderne und hoch technologisierte Landwirtschaft ist außerordentlich produktiv: neben Getreide-, Gemüse-, Früchte- und Schnittblumenanbau - die Tulpenzüchtung beeinflusste sogar die Geschichte des Landes - gibt es noch Milchviehhaltung in großem Maßstab. Letztere liefert die Grundlage für den Holländer Käse als wichtiges Exportprodukt. Die niederländische Landwirtschaft beschäftigt knapp unter 4 % der Arbeitnehmer, trägt jedoch erheblich zum Export bei. Die Niederlande sind nach den USA und Frankreich der weltweit drittgrößte Exporteur landwirtschaftlicher Erzeugnisse. Als Mitbegründer der Euro-Zone wurde in den Niederlanden für Bankgeschäfte am 1. Januar 1999 die vorherige Währung, der Gulden, durch den Euro ergänzt. Drei Jahre später, am 1. Januar 2002, ersetzen die Euromünzen und -banknoten für die Konsumenten den Gulden als Zahlungsmittel.

Naturressourcen

Die Niederlande verfügen über Erdgaslager, aus denen nahe Groningen sowie in der südlichen Nordsee in großem Maßstab gefördert wird. 1996 wurden 75,8 Mrd. m³ (nach BP) gefördert. Damit stehen die Niederlande im Ländervergleich bei der Erdgasförderung auf Platz fünf, nach Russland (561,1 Mrd. m³), USA (546,9 Mrd. m³), Kanada (153,0 Mrd. m³) und Großbritannien (84,6 Mrd. m³). Weiterhin gibt es an der emsländischen Grenze kleinere Erdölreserven und größere Salzlagerstätten bei Delfzijl und Hengelo. Abgesehen von Torf (u. a. im Bourtanger Moor) verfügen die Niederlande über keine weiteren nennenswerten Bodenschätze.

Kultur

Feiertage

Malerei

Viele weltberühmte Maler waren Niederländer. Die Blütezeit der Republik im 17. Jahrhundert, das sogenannte Goldene Zeitalter brachte große Künstler wie Rembrandt van Rijn, Johannes Vermeer, Frans Hals, Carel Fabritius, Gerard Dou, Paulus Potter oder Jan Steen hervor. Berühmte Maler späterer Epochen waren Vincent van Gogh und Piet Mondriaan. M. C. Escher ist ein bekannter Grafiker.

Architektur

Niederländische Architekten gaben wichtige Impulse für die Architektur des 20. Jahrhunderts. Hervorzuheben sind vor allem Hendrik Petrus Berlage und die Architekten der De Stijl-Gruppe (Robert van't Hoff, J.J.P. Oud, Gerrit Rietveld). Johannes Duiker war ein Vertreter des Neuen Bauens. Die sogenannte Amsterdamer Schule (Michel de Klerk) leistete einen bemerkenswerten Beitrag zur expressionistischen Architektur. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg traten innovative niederländische Architekten hervor. Aldo van Eyck und Herman Hertzberger prägten die Architekturströmung Strukturalismus. Piet Blom wurde durch seine eigenwilligen Baumhäuser bekannt.

Wissenschaft

Aus den Niederlanden stammten Erasmus von Rotterdam, Baruch Spinoza und Christiaan Huygens. René Descartes verbrachte den Großteil seiner Schaffenszeit in den Niederlanden. Überhaupt fanden seit der frühen Neuzeit zahlreiche verfolgte Wissenschaftler in den Niederlanden Asyl und Wirkungsmöglichkeiten. Die moderne Soziologie verdankt ihrem niederländischen Begründer S. Rudolf Steinmetz bedeutende Anregungen.

Literatur

Im "Goldenen Zeitalter" (De Gouden Eeuw) der Niederlande blühte neben der Malerei auch die Literatur, als bekannteste Vertreter wären Joost van den Vondel und P. C. Hooft zu nennen. Wichtige Autoren im 20. Jahrhundert waren Harry Mulisch, Jan Wolkers und Simon Vestdijk. Und während der deutschen Besatzung verfasste Anne Frank in Amsterdam ihr weltbekanntes Tagebuch.

Musik

Das niederländische Musikleben war im Bereich der klassischen Musik lange Zeit nicht auf dem Niveau anderer europäischer Staaten organisiert. Erst Ende des 19. Jahrhunderts fand eine Professionalisierung statt und es bildeten sich zahlreiche Orchester und Kammerensembles. Wichtige Komponisten im 20. Jahrhundert sind Julius Röntgen, Willem Pijper, Mathijs Vermeulen, Louis Andriessen, Otto Ketting, Ton de Leeuw, Theo Loevendie, Misha Mengelberg, Tristan Keuris und Klaas de Vries (Liste niederländischer und flämischer Komponisten). Die wohl bekannteste niederländische Rockband Golden Earring hatte in den 1970er Jahren ihren größten Hit mit "Radar Love". Die Niederlande haben eine sehr lebendige Musik-Szene auf hohem Niveau. Es gibt zahlreiche Veranstaltungslokale und in den Medien wird den Künstlern viel Raum gegeben. Seit einigen Jahren ist "nederlandstalige muziek", Musik in der Landessprache sehr erfolgreich. Die berühmtesten Pop/Rockbands sind Blof, die meistgespielte Band im niederländischen Radio der vergangenen Jahre, und [http://www.acdaendemunnik.nl/ Acda en de Munnik], ein Duo, das mit Kleinkunstprogrammen bekannt geworden ist. Noch höhere Plattenverkaufszahlen erzielen Schlagerkünstler, wie Marco Borsato und [http://www.fransbauer.nl/ Frans Bauer]. Bekannte niederländische Rapper sind Ali B und Lange Frans & Baas B.

Natursehenswürdigkeiten


- De Hollandse Biesbosch, eine Fluss- und Sumpflandschaft
- Keukenhof
- die Nationalparks De Hoge Veluwe und Veluwezoon in der Veluwe
- die Naturschutzgebiete auf Texel
- Reeuwijkse Plassen bei Gouda
- Schiermonnikoog
- Die Deltawerke Schutzwehre gegen Sturmfluten. Gebaut nach der Sturmflut von 1953

Landesübliche Küche

Das inoffizielle Nationalgericht Stamppot ist zumeist eine passierte Mischung aus Kartoffeln und Gemüse. Häufig wird dabei Grünkohl (niederl. Boerenkool) verwendet. Teilweise werden auch angebratene Zwiebeln mit Schinkenspeck untergemengt. Eine regelrechte Snackbarkultur ist in den letzten Jahrzehnten entstanden. In diesen Fastfoodrestaurants erhält man Pommes Frites (niederl. Patat) mit Mayonnaise, Ketchup (auch gemischt mit Zwiebeln = special) oder Erdnusssoße (niederl. Pindasaus). Letztere hat sich durch die Einflüsse der Kolonialzeit etabliert. Überhaupt sind indonesische Einflüsse in der niederländischen Küche kaum zu übersehen, auch wenn die meisten Gerichte dem holländischen Geschmacksempfinden angepasst wurden. Neben den Pommes Frites werden in den Snackbars auch fritierte Fleisch- und Käsegerichte angeboten. Eine wirkliche Einzigartigkeit stellt der "Hollandse Nieuwe" dar. Dabei handelt es sich um rohe Heringsfilets, die am Schwanz gehalten über Kopf verzehrt werden, und über viele wertgebende Inhaltsstoffe verfügen sollen. International bekannt ist der niederländische Käse (niederl. Kaas), der sowohl als Brotbelag als auch in Stücke geschnitten verzehrt wird. Am weitesten verbreitet ist der Gouda, der seinen Ursprung in der gleichnamigen Stadt hat. Er ist in unterschiedliche Reifegrade eingeteilt. Jonger Kaas ist am kürzesten gelagert und schmeckt sahnig mild. Belegen ist die nächste Stufe mit einem würzigem Geschmack und einer festen Konsistenz. Oude Kaas ist die teuerste und aromatischste Lagerstufe. Besonders bekannt ist der "Oud Amsterdam". Das niederländische Frühstück ist eher spärlich und besteht meist aus einem Brot und einer Tasse Kaffee. Mittags gibt es ebenfalls belegte Brote dazu Milch oder Buttermilch. Die Hauptmahlzeit stellt das Abendbrot dar, welches aus warmen Speisen besteht und gegen fünf Uhr nachmittags eingenommen wird.

Die Niederlande im deutschen Sprachgebrauch

Der grammatikalisch richtige Gebrauch des Namens Niederlande ist vielen Sprechern nicht geläufig, was zu der fälschlichen Verwendung des Namens Holland beiträgt. Niederlande stellt eine Pluralform dar; vergleichbar mit den USA (die USA). Den Ländernamen gibt es im Singular nicht. Die Deklinationstabelle lautet wie folgt:
- Nominativ Plural: die Niederlande
- Genitiv Plural: der Niederlande
- Dativ Plural: den Niederlanden
- Akkusativ Plural: die Niederlande Beispielsätze
- Nominativ: Die Niederlande sind Mitglied der EU.
- Genitiv: Das Bruttosozialprodukt der Niederlande beträgt x Euro.
- Dativ: Deutschland hat den Niederlanden Hilfe versprochen.
- Akkusativ: Viele deutsche Touristen besuchen die Niederlande. Bei Satzkonstruktionen mit in ist zu beachten, dass in sowohl mit richtungsanzeigendem Akkusativ als auch mit ortsanzeigendem Dativ gebraucht werden kann:
- Ich fahre in die Niederlande. (richtungsanzeigender Akkusativ)
- Ich bin in den Niederlanden. (ortsanzeigender Dativ)

Weitere Themen


- Tourismus in den Niederlanden
- Nationalparks in den Niederlanden
- Liste der Bahnhöfe in den Niederlanden
- Niederländische Kolonien
- Niederländisch-Indien
- Liste der Königinnen und Könige der Niederlande
- Liste bekannter Niederländer
- Portal:Niederlande
- Portal:Benelux
- Niederlandistik Über Niederländische Sprache und Kultur

Weblinks


- [http://www.government.nl Offizielle Netzpräsenz der Regierung der Niederlande (englisch)]
- [http://www.koninklijkhuis.nl/ Offizielle Netzpräsenz des niederländischen Königshauses]
- [http://www.niederlandenet.de NiederlandeNet.de: Größtes Informationsportal über die Niederlande und die deutsch-niederländischen Beziehungen in deutscher Sprache]
- [http://www.niederlandeweb.de Offizielle Netzpräsenz der niederländischen Botschaft und Generalkonsulate in Deutschland]
- [http://www.netherlands-embassy.at Offizielle Netzpräsenz der niederländischen Botschaft in Wien]
- [http://www.niederlande-im-unterricht.de Deutsches Unterrichtsmaterial über die Niederlande für diverse Fächer, ausgerichtet auf die Lehrpläne Niedersachsens und Nordrhein-Westfalens]
- [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?land_id=123 Länder- und Reiseinformationen] des Auswärtigen Amtes
- [http://www.datenmatrix.de/cgi-local/hdbg-karten/karten.cgi?action=detail&templ=01_01_karten_detail&id=29 Karte: Die Niederlande um 1620 : Historische Karten (Haus der Bayerischen Geschichte)]
Kategorie:Staat ! Kategorie:Monarchie Kategorie:Land in der EU als:Niederlande [[got:

Kategorie:Geboren 1643



4. Januar

Der 4. Januar (in Österreich: 4. Jänner) ist der 4. Tag des Gregorianischen Kalenders - somit verbleiben noch 361 (in Schaltjahren 362) Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 871 - Schlacht von Reading - Ethelred von Wessex kämpft gegen eine dänische Invasionsarmee
- 1248 - In Spandau bei Berlin unterzeichnet Markgraf Johann I. von Brandenburg die Gründungsurkunde der Stadt Neubrandenburg.
- 1698 - Der größte Teil des Palace of Whitehall, die Hauptresidenz der britischen Monarchen, wird durch ein Feuer zerstört.
- 1798 - Die Republik Mülhausen stimmt für ihren Beitritt zu Frankreich.
- 1880 - Der Chimborasso, einer der höchsten Gipfel der Anden (6310 m) wird zum ersten Mal von dem britischen Bergsteiger Edward Whymper bestiegen.
- 1896 - Utah wird 45. Bundesstaat der USA.
- 1947 - Die erste Ausgabe des politischen Magazins "Der Spiegel" erscheint in Hamburg.
- 1948 - Myanmar (Birma, Burma) gewinnt seine Unabhängigkeit von Großbritannien.
- 1950 - Israel erklärt Jerusalem zur Hauptstadt von Israel und verstößt damit gegen Beschlüsse der UNO.
- 1954 - Duisburg stellt als erste deutsche Stadt Parkuhren auf.
- 1958 - Nach 1.400 Erdumkreisungen stürzt Sputnik, der erste künstliche Erdsatellit, in dichtere Schichten der Erdatmosphäre und verglüht.
- 1960 - Großbritannien, Dänemark, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden und Schweiz gründen die EFTA
- 1998 - Israel. Außenminister David Levi tritt zurück.
- 1998 - Valdas Adamkus wird Staatspräsident in Litauen
- 2000 - Côte d'Ivoire. General Robert Guëi bildet eine Übergangsregierung
- 2000 - Italien nimmt diplomatische Beziehungen zu Nordkorea auf.
- 2002 - Der erste US-amerikanische Soldat stirbt in Afghanistan.

Wirtschaft


- 1911 - In Belgien beginnt ein zweiwöchiger Generalsteik der Bergleute.

Wissenschaft und Technik


- 1885 - Die erste erfolgreiche Appendektomie ("Blinddarmoperation") wird durchgeführt.
- 2001 - Die Version 2.4 des freien Betriebssystem-Kernels Linux wird veröffentlicht.
- 2004 - Landung der Mars-Landeeinheit der Raumsonde Spirit auf der Marsoberfläche.

Kultur


- 1890 - Uraufführung der Operette Der arme Jonathan von Karl Millöcker am Theater an der Wien in Wien.
- 1940 - Der Film "Früchte des Zorns" nach dem Roman von John Steinbeck wird in New York uraufgeführt.
- 1953 - Das Drama "Warten auf Godot" von Samuel Beckett wird in Paris uraufgeführt.
- 1968 - Premiere des Films "Zur Sache, Schätzchen"

Religion


- 1964 - Papst Paul VI. besucht als erster Papst das Heilige Land.

Katastrophen


- 1930 - Strandung des Panzerkreuzers "Edgar Quinet" (Frankreich) in der Nähe von Oran (Algerien). Die über 1000 Mann starke Besatzung kann gerettet werden. Totalverlust des Kreuzers
- 1970 - Ein Erdbeben der Stärke 7,5 in der Provinz Yunnan, Volksrepublik China, fordert rund 10.000 Tote
- 1970 - Die Frías-Talsperre in Argentinien, Provinz Mendoza, versagt. Durch die Flutwelle kommen bis zu 100 Menschen ums Leben.

Sport


- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.

Geboren

Leichtathletik Leichtathletik]] Leichtathletik
- 1581 - James Ussher, irischer anglikanischer Theologe
- 1610 - Franz von Cramm, deutscher Hofbeamter
- 1643 - Isaac Newton, englischer Physiker, Astronom und Mathematiker
- 1675 - Liberat Weiß, deutscher Missionar und Märtyrer
- 1710 - Giovanni Battista Pergolesi, italienischer Komponist
- 1717 - Balthasar Ferdinand Moll, österreichischer Bildhauer
- 1720 - Johann Friedrich Agricola, deutscher Musiker, Komponist und Musikschriftsteller
- 1725 - Pjotr Alexandrowitsch Rumjanzew-Sadunaiski, russischer Feldmarschall
- 1731 - Karl Abraham Freiherr von Zedlitz, preußischer Minister, Regierungspräsident
- 1745 - Johann Jakob Griesbach, Professor für das Neue Testament in Jena
- 1747 - Johann Kaspar Coqui, Fabrikant und Magdeburger Kommunalpolitiker
- 1772 - Anton Friedrich Justus Thibaut, deutscher Rechtswissenschaftler
- 1779 - Alexander von der Mark, illegitimer Sohn König Friedrich Wilhelms II. von Preußen
- 1784 - Francois Rude, französischer Bildhauer
- 1785 - Jacob Grimm, deutscher Sprach- und Literaturwissenschaftler
- 1798 - Wilhelm Arnoldi, Bischof von Trier
- 1802 - Paul de Noailles, französischer Staatsmann und Historiker
- 1809 - Louis Braille, Erfinder der Blindenschrift (Brailleschrift)
- 1813 - Isaac Pitman, Ausarbeiter einer Kurzschrift
- 1822 - Georg Büchmann, deutscher Philologe
- 1827 - Peter Baumgras, deutsch-amerikansicher Maler
- 1839 - Carl Humann, deutscher Ingenieur, Architekt und Archäologe
- 1844 - Victor Blüthgen, Dichter und Schriftsteller
- 1848 - Katsura Tarō, 11., 13. und 15. Premierminister von Japan
- 1850 - Paul d'Abrest, böhmischer Schriftsteller mit französischer Staatsangehörigkeit
- 1852 - Mite Kremnitz, deutsche Schriftstellerin
- 1866 - Joel Hastings Metcalf, US-amerikanischer Astronom und Entdecker vieler Asteroiden
- 1868 - Rudolf Lebius, deutscher Journalist
- 1872 - Edmund Rumpler, österreichischer Flugzeugkonstrukteur
- 1874 - Josef Suk, tschechischer Komponist, Schwiegersohn Antonín Dvoráks
- 1874 - Svend Fleuron, dänischer Schriftsteller
- 1877 - Marsden Hartley, US-amerikanischer Maler
- 1878 - Gerdt von Bassewitz, deutscher Schriftsteller
- 1881 - Ernst Epstein, österreichischer Architekt
- 1881 - Wilhelm Lehmbruck, deutscher Bildhauer
- 1884 - Max Brose, Kaufmann und Industrieller
- 1888 - Walther Kossel, deutscher Physiker
- 1893 - Manuel Palau Boix, spanischer Komponist und Professor
- 1895 - Leroy Grumman, US-amerikanischer Konstrukteur und Flugzeugbauer
- 1896 - André Masson, französischer Maler
- 1899 - Alfred Sohn-Rethel, Volkswirtschaftler, Philosoph und Industriesoziologe
- 1901 - C. L. R. James, Kulturkritiker, Journalist, Theoretiker und Schriftsteller
- 1903 - Georg Elser, deutscher NS-Widerstandskämpfer
- 1905 - Wolfgang Fränkel, deutscher Jurist
- 1906 - Walter Reuter, deutscher Fotograf und Widerstandskämpfer
- 1907 - Arnold Dannenmann, Gründer des Christliches Jugenddorfwerk Deutschlands
- 1907 - Willy Busch, deutscher Fußballspieler
- 1914 - Jane Wyman, US-amerikanische Schauspielerin
- 1916 - Willy Mattes, österreichischer Komponist, Arrangeur und Dirigent
- 1918 - Georg Kahn-Ackermann, deutscher Journalist und Politiker
- 1921 - Eberhard Cohrs, deutscher Komiker und Schauspieler
- 1921 - Friedrich Schütter, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher
- 1924 - Marianne Werner, deutsche Leichtathletin
- 1927 - Claus Jacobi (Journalist), deutscher Journalist
- 1927 - Hans Bentzien, SED-Funktionär und Minister für Kultur der DDR
- 1928 - Werner Felfe, Mitglied des Politbüros des ZK der SED in der DDR
- 1929 - Amitai Etzioni, US-amerikanischer Soziologe
- 1929 - Arik Brauer, österreichischer Maler, Sänger und Dichter
- 1929 - Günter Schabowski, SED-Funktionär in der DDR
- 1929 - Herbert Vorgrimler, katholischer Theologe und Schüler von Karl Rahner
- 1930 - Christoph Albrecht, deutscher Organist, Dirigent und Komponist
- 1932 - Carlos Saura, spanischer Filmregisseur
- 1932 - Paul Virilio, Philosoph und Medienkritiker
- 1933 - Ilia II., georgisch-orthodoxer Patriarch
- 1934 - Hellmuth Karasek, deutscher Journalist, Buchautor und Literaturkritiker
- 1934 - Rudolf Schuster, zweiter Staatspräsident der Slowakei
- 1935 - Floyd Patterson, früherer US-amerikanischer Boxer
- 1935 - Walter Mahlendorf, deutscher Leichtathlet
- 1937 - Dyan Cannon, US-amerikanische Schauspielerin
- 1937 - Grace Bumbry, US-amerikanische Sopranistin
- 1937 - John Gormann, britischer Musiker
- 1938 - Gianni Vattimo, italienischer Philosph und Politiker
- 1940 - Brian D. Josephson, britischer Physiker, Nobelpreisträger
- 1940 - Gao Xingjian, chinesischer Schriftsteller
- 1940 - Helmut Jahn, deutsch-amerikanischer Architekt
- 1941 - George Pan Cosmatos, griechischer Filmregisseur
- 1942 - John McLaughlin (Musiker), britischer Musiker, Gittarist, Songwriter
- 1943 - Egon Schultz, Unteroffizier der Grenztruppen der DDR
- 1943 - Emil Zopfi, Schweizer Autor
- 1944 - Judy Winter, deutsche Schauspielerin
- 1944 - Reinhard Breymayer, deutscher Philologe
- 1945 - Richard R. Schrock, US-amerikanischer Chemiker
- 1946 - Arthur Conley, US-amerikanischer Sänger
- 1946 - Marek Borowski, polnischer Politiker
- 1950 - Christel Happach-Kasan, deutsche Politikerin und MdB
- 1951 - Barbara Ann Cochran, ehemalige US-amerikanische Skirennläuferin
- 1952 - Josef Cap, österreichischer Politiker
- 1952 - Michael Hoenig, deutscher Musiker, Fachrichtung Elektronische Musik.
- 1954 - Oleg Iwanowitsch Romanzew, russischer Fußballtrainer und Fußballspieler
- 1955 - Wolfgang Tiefensee, Oberbürgermeister von Leipzig
- 1956 - Bernard Sumner, Gitarrist und Keyboard-Spieler der Band Joy Division
- 1956 - Paul Linz, Fußball-Trainer
- 1956 - Rajvinder Singh, Autor
- 1957 - Patty Loveless, US-amerikanische Country-Sängerin
- 1958 - Julian Sands, britischer Schauspieler
- 1958 - Marcel King, britischer Musiker
- 1958 - Matt Frewer, US-amerikanischer Schauspieler
- 1960 - Michael Stipe, US-amerikanischer Sänger und Musiker (R.E.M.)
- 1962 - Ingolf Viereck, deutscher Politiker
- 1962 - Natalja Botschina, russische Leichtathletin und Olympionikin
- 1963 - Edith Sitzmann, baden-württembergische Politikerin
- 1963 - Till Lindemann, deutscher Musiker
- 1964 - Alexander Fadejew (Eiskunstläufer), russischer Eiskunstläufer
- 1965 - Beth Gibbons, Sängerin der englischen Trip Hop-Gruppe Portishead
- 1965 - Cait O'Riordan, englische Sängerin
- 1965 - Guy Forget, ehemaliger französischer Tennisspieler
- 1965 - Julia Ormond, britische Schauspielerin
- 1966 - Deana Carter, US-amerikanische Country-Sängerin
- 1968 - Andreas Weiß, deutscher Autor, Regisseur und Produzent
- 1968 - Ernst Mader, ehemaliger österreichischer Profifußballer
- 1969 - Markus Seidel, deutscher Schriftsteller
- 1973 - Tomy Temerson, deutscher Zitherspieler
- 1974 - Armin Zöggeler, italienischer Rodler
- 1974 - Danilo Hondo, deutscher Radrennfahrer
- 1974 - Paolo Bettini, italienischer Profi-Radrennfahrer
- 1975 - Sandra Kiriasis, deutsche Bobpilotin
- 1976 - August Diehl, deutscher Schauspieler
- 1976 - Bülent Ceylan, deutscher Comedian
- 1977 - David Millar, schottischer Radrennfahrer
- 1977 - Louisa Baileche, französische Sängerin, Tänzerin und Darstellerin
- 1978 - Alexander Weber, deutscher und argentinischer Sportler
- 1978 - Emily Deschanel, US-amerikanische Schauspielerin
- 1978 - Karine Ruby, französische Snowboarderin
- 1978 - Marius Ebbers, deutscher Fußballspieler
- 1979 - Bilica, brasilianischer Fußballspieler
- 1980 - Jaroslaw Popowytsch, ukrainischer Radrennfahrer
- 1980 -